Kundeninterview mit Herr Kienzle von HSM

Mit der Veröffentlichung von Kundeninterviews auf unserem Blog möchten wir Einblicke in den Arbeitsalltag unserer Kunden geben. Zum Schluss bekommen Sie zudem ein paar gute Tipps für das Energiemanagement in Ihrem Unternehmen!

Für diesen Beitrag haben wir mit Herr Kienzle von HSM gesprochen, der uns nach einer spannenden Werksführung alle Fragen beantwortet hat.

HSM produziert Aktenvernichter, Schredder und Ballenpressen in allen Größen und Variationen: vom kleinen Schredder unterm Schreibtisch, über Schredder für die PET-Flaschen in den Getränkerücknahmeautomaten bis hin zu großen, mehrstufigen Anlagen. Herr Kienzle arbeitet bei HSM in der Elektro-Instandhaltung und ist zusätzlich für die Arbeitssicherheit in den Werken Frickingen und Salem zuständig. Zu den größten Energie-Verbrauchern bei HSM zählen vor allem sehr große Maschinen in der Produktion, wie zum Beispiel die Kunststoffmaschine, die gerade nach dem Wochenende, wenn sie frisch aufgeheizt werden muss, sehr viel Energie benötigt, die großen Rotorschleifmaschinen und die Härteanlage.

Herr Kienzle von HSM bei der Werksführung mit ENIT Systems Herr Kienzle von HSM bei der Werksführung mit ENIT Systems

 

Herr Kienzle, welche Rolle spielt Energie und das damit verbundene Management in Ihrem Unternehmen? Wie hat sich dieser Aspekt in den letzten Jahren verändert?

Auf Energie hat schon unser Senior-Chef sehr viel Wert gelegt. Wir hatten zum Beispiel in der Montagehalle, die Anfang der 90er Jahre gebaut wurde, schon Lichtsteuerungen mit Lichtfühlern, sodass die Beleuchtung reduziert wurde, wenn es genügend Sonnenlicht gab. Ich denke, das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass das Thema Energie bei uns schon sehr früh eine Rolle gespielt hat. Des Weiteren nutzen wir hier die Abwärme von unseren Kunststoffmaschinen und die Abwärme von unseren Kompressoranlagen, um Räumlichkeiten zu heizen.

Das Thema Energie wird immer wichtiger, Energie wird teuer und man will ja auch Ressourcen sparen. In den letzten Jahren haben wir sehr viele Beleuchtungen auf LED umgerüstet und setzen bei den Pumpen energieeffiziente Motoren ein. Unser Verwaltungsgebäude im Werk Frickingen wird mit Wärmepumpen über Erdwärme beheizt. So sind wir relativ fortschrittlich auf dem Gebiet.

 

Wie nehmen Sie die Einstellung anderer KollegInnen und des Teams bezüglich des Energiethemas wahr? Sind nur einzelne dafür verantwortlich oder müssen alle daran beteiligt sein?

Ich denke, das ist wie in jeder anderen Firma auch, es gibt Leute, die können sich für das Thema begeistern und machen aktiv mit, aber es gibt natürlich auch Leute, bei denen merkt man einfach, die müssen die Energie nicht selber zahlen. Also sowohl im Positiven als auch im Negativen gibt es gute Beispiele.

 

Wie sah Ihre Situation vor der Einführung des ENIT Systems aus?

Wir hatten vor ENIT in jedem Werk einen Stromzähler und einen Gaszähler – mehr Möglichkeiten hatten wir nicht, um die Energieverbräuche nachzuvollziehen.

 

Warum haben Sie sich für ENIT entschieden? Was waren Ihren wichtigsten Anforderungen und Erwartungen?

Was uns bei ENIT sehr gut gefallen hat, war die 3-monatige Testphase. Man bindet sich nicht gleich für längere Zeit an einen Partner, bei dem man eventuell nach einem halben Jahr merkt “nee, das ist ja doch nicht meins”. Das war ein Hauptgrund und der zweite Grund ist das völlig problemlose Installieren. Auch für die späteren Installationen gilt, dass man problemlos Zähler nachrüsten kann, die auch laufen.

 

Wie lief die Installation ab? Wie haben Sie den Start mit ENIT empfunden?

Im Werk Reichenbach zum Beispiel, da bin ich einmal hingefahren, habe aufgeschrieben, was ich messen will, was an Zählern vorhanden ist, die Querschnitte, die wir messen wollten, etc. Die Firma ENIT hat uns dann sehr gut unterstützt. Sie haben die passenden Messwandler rausgesucht, die Zähler usw. Da sind wir also wirklich sehr toll unterstützt worden.

Dann bin ich zur Installation ein zweites Mal nach Reichenbach gefahren. Da hatte ich im Vorfeld schon die IP-Adresse, die entsprechenden Unterlagen, welche ENIT zum Live-Schalten braucht, mitgeteilt und am gleichen Tag, an dem wir die Anlage installiert haben, bekam ich eine Rückmeldung von ENIT, dass die Anlage läuft und alles funktioniert. Das war wirklich reibungslos.

Installierter ENIT Agent bei HSM.

 

Was ist Ihr Fokus bei der Nutzung unseres Systems und was ist der größte Mehrwert? 

Wir kontrollieren relativ viel, wie die aktuellen Verbräuche sind, um den Überblick zu behalten. Was auch sehr interessant ist, ist immer wieder rückblickend zu prüfen. Gerade dann, wenn ich noch versteckte Verbraucher suche, am Wochenende, wenn nicht produziert wird. Da kann ich dann einfach sehen, wo sind noch Energieflüsse, wo müssen wir noch genauer nachforschen? Das ist klasse!

Und das ENIT System ist nicht nur zum Energie sparen sehr gut. Auch für Erweiterungen, wenn neue Maschinen kommen, kann ich schauen: wie sind meine Trafos ausgelastet, wie sind die Verteilungen ausgelastet… Kann ich nochmal eine zusätzliche Maschine auf einer Verteilung anschließen oder ist sie dann überlastet? Auch hier ist das System sehr hilfreich.

 

Haben Sie einen Lieblingsbereich in der Software für sich entdeckt? Gibt es einen Bereich, der Ihnen Sorgen bereitet?

Ich betrachte hauptsächlich im Flächendiagramm die Trafos, wie da der aktuelle Stand ist oder wie die Lastverteilung aussieht. Dann beobachte ich auch mal die einzelnen Verteilungen, wie da die Auslastung ist.

Wir hatten im Werk Reichenbach eine Verteilung, wo ich recht skeptisch war, was die Auslastung der Zuleitung angeht. Da habe ich mir einen Maximalwert gesetzt und habe dann auch immer wieder eine Mail gekriegt, dass der Wert überschritten wurde. Das haben wir dann immer mal wieder genauer betrachtet. Lieber hinschauen, solange es noch was bringt!

 

Wie nehmen Sie den Service von ENIT wahr? 

Was auch eine tolle Sache ist, sind die Webinare, da gibt’s auch immer wieder etwas Interessantes, wo wir dann auch mal mitmachen und uns das anschauen. Das ist sehr interessant!

 

Wenn Sie ENIT Systems mit einem Satz beschreiben müssten, wie würde dieser lauten?

ENIT ist sehr einfach zu installieren, sehr zuverlässig und wenn man sich wirklich mit dem Thema Energie beschäftigt, dann führt kein Weg an einem vernünftigen Messkonzept vorbei.

 

Gibt es Ziele im Bereich der Energieeffizienz, die Sie sich gesetzt haben – wenn ja welche? Wie kann ENIT Sie dabei unterstützen, diese zu erreichen?

Wir müssen bei unserem Energiefluss noch genauer ins Detail gehen: Wo haben wir noch versteckte Verbraucher? Da werden wir noch den ein oder anderen Zähler setzen müssen. Das ist eine Aufgabe für die nächsten Jahre, dass wir da noch genauer nachvollziehen können, wo unsere Energie hingeht. Des Weiteren wollen wir wahrscheinlich noch eine PV-Anlage im Werk Frickingen installieren. Da gibt es dann auch noch das eine oder andere, was wir mit ENIT zusammen besprechen können.

 

Sie haben sich schon vor gut zwei Jahren als Vorreiter beim Thema erneuerbaren Energien positioniert, wie haben Sie seitdem den Weg in die Richtung weiter beschritten? 

Wir haben hier im Werk Salem schon 2015 eine PV-Anlage installiert mit knapp 500GWp und wollen jetzt im Werk Frickingen noch eine kleinere Anlage montieren. Dann haben wir hier unsere Mikrogasturbine, die sehr effektiv arbeitet. Im Werk Reichenbach ist angedacht, auch noch eine Pulverbeschichtung zu montieren und in diesem Zug werden wir dort dann wahrscheinlich eine Mikrogasturbine installieren. Einfach weil wir dann auch den nötigen Wärme- und auch Strombedarf haben. Damit kann man dann Wärme, Energie und Strom sinnvoll und effektiv nutzen.

 
Impressionen aus der Werksführung bei HSM.

 

Was ist Ihr Tipp für andere Unternehmen, um die Energieeffizienz zu verbessern?

Wahrscheinlich fängt das mit ganz einfachen Mitteln an. Ich denke, da sind hauptsächlich auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gefordert. Bei uns zum Beispiel ist bereits um 14 Uhr die Frühschicht zu Ende und es gibt Bereiche, wo es keine Gegenschicht gibt. Wenn da der letzte Mitarbeiter das Licht ausmacht, sind das ganz einfache Mittel, um Energie zu sparen, die man problemlos umsetzen kann – da muss man einfach alle mit ins Boot nehmen.

Wenn man sich tiefer mit dem Thema der Energieeffizienz beschäftigt, ist es natürlich notwendig, ein vernünftiges Messkonzept zu erstellen. Wenn ich Energie sparen will, muss ich zuerst einmal wissen, wo meine Energie überhaupt hingeht – und wo ich Einsparpotenzial habe.

Und es gibt einfache, offensichtliche Sachen, wie man jetzt bei uns im Werk auch gesehen hat. Rohre isolieren zum Beispiel – da kann man mit einfachen Mitteln Energie sparen. Oder auch mit der Beleuchtung haben wir schon sehr viel gemacht. LED-Beleuchtung rechnet sich schon innerhalb von ein paar Jahren, wenn man da etwas umrüstet. Es gibt viele Möglichkeiten.

 

Wie gehen Sie mit Lastspitzen um? 

Um Lastspitzen zu vermeiden, können wir die laufenden Maschinen nicht einfach mal eben abschalten, es gibt aber andere Möglichkeiten. Bei der Fußbodenheizung kann beispielsweise die elektrische Unterstützung, die die Wärme von den Wärmepumpen ergänzt, rausgenommen werden. Bei manchen Verbrauchern sind wir flexibel.  Aktuelle und detaillierte Messungen, wie wir sie mit dem ENIT Agent sehen können, helfen natürlich sehr dabei, Schwankungen (auch vom Netz ausgehende) und Verbräuche nachzuvollziehen und zu optimieren!

 

Und zu guter Letzt: Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Wir tauschen uns wöchentlich zu Energiethemen aus und wenn ich mich morgens mit einem Kaffee vor den Rechner setze und in die ENIT Software schaue, sehe ich immer direkt “Hat’s irgendwo etwas gegeben?” und das ist mittlerweile meine Routine.

Für die Unterstützung von ENIT bin ich sehr dankbar, also: Daumen hoch!

 

Vielen Dank für das Interview, Herr Kienzle!

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